Wissenschaft & Technik

Der neue Rennwagen Porsche 911 GT3 R wurde enthüllt

Porsche hat die GT3-Rennversion der neuesten Generation des 911 mit einem größeren 4,2-Liter-Motor und verbesserter Aerodynamik vorgestellt.


Das Porsche 911 GT3R wurde vor seinem Wettbewerbsdebüt in der GT3-Rennklasse im nächsten Jahr enthüllt.

Basierend auf Porsches neuester Generation 911 „992“ wird der neue 911 GT3 R ab dem kommenden Jahr im Rahmen der US-amerikanischen IMSA-Serie und der FIA World Endurance Championship bei Kundenteams in den GT3-Klassen zum Einsatz kommen.

Das Netzteil des 911 GT3 R ist größer 4,2 Liter (4194 ccm) Straßenversion des 911 GT3 natürlich angesaugter Flat-Six Motor, jetzt in Arbeit 412 kWmit einer Drehzahl von 9250 U/min – 37 kW mehr und 250 U/min höher als das Rennwagen-basierte Straßenauto.



Laut Porsche wurde der Motor auf eine „optimierte Drehmoment- und Leistungskurve über den Drehzahlbereich“ abgestimmt – angeblich „besser geeignet für Mainstream-Fahrer“ ohne umfangreichen Rennhintergrund.

Der 4,2-Liter-Motor ist mit einem sequentiellen Sechsgang-Renngetriebe mit Schaltwippen verbunden und wurde um 5,5 Grad nach vorne gedreht, um einen größeren Heckdiffusor zu ermöglichen – und die Lichtmaschine und der Klimakompressor wurden zur besseren Gewichtsverteilung um einen Meter nach vorne versetzt.

Das Auto ist 4.619 mm lang und 2.039 bis 2.050 mm breit und hat ein Basisgewicht von 1.250 kg – es stehen noch „Balance of Performance“-Regeln aus, die das Gewicht des Autos erhöhen oder verringern können, um sicherzustellen, dass alle GT3-Autos unterschiedlicher Formen und Größen in Bezug auf sie übereinstimmen Leistung.



Unter der Haut befinden sich eine Doppelquerlenker-Vorderradaufhängung und eine Mehrlenker-Hinterradaufhängung mit fünffach verstellbaren Stoßdämpfern, verstellbaren Stabilisatoren und geschmiedeten Aluminium-Querlenkern sowie einem mechanischen Hinterachsdifferenzial mit begrenztem Schlupf.

Die Bögen füllen 18-Zoll-Räder mit Zentralverschluss, die mit Michelin-Rennreifen beschlagen sind und 390-mm-Vorderrad- und 370-mm-Hinterradbremsen mit Sechskolben-Aluminiumsätteln vorne und Vierkolben-Bremssätteln hinten und einem von Deutschland entwickelten Antiblockiersystem (ABS) für den Rennsport verbergen Bosch.

Das Aerodynamikpaket des 911 GT3 R ist sogar noch extremer als das Straßenauto, auf dem es basiert, mit aggressiveren Stoßfängern und Schürzen, breiteren Radläufen, zusätzlichen Lufteinlässen für mehr Kühlung und einem höheren Heckflügel, ähnlich dem kommenden Straßenfahrzeug GT3 RS.



Der Radstand des GT3 R ist 48 mm länger als der Straßen-GT3 (2507 mm gegenüber 2459 mm), um „die Belastung der Hinterreifen zu verringern und die Reifenleistungskonsistenz über längere Etappen zu verbessern“, während die überarbeitete Vorderachse mit Geometrie eine effektivere Aerodynamik unter der Karosserie ermöglicht.

Die Karosserie besteht aus einem „intelligenten Aluminium-Stahl-Verbund“, der mit Kohlefaser für Front- und Heckdeckel, Türen, Seitenwände, Heckflügel und Schwanenhalsdach sowie Aramidfaser für die Radläufe ausgekleidet ist.

Im Inneren gibt es einen belüfteten Kohlefaser-Rennsitz mit Sechspunktgurten, einstellbare Lenk- und Pedalbaugruppen, eine beheizbare Windschutzscheibe, ein Kohlefaserlenkrad, einen 10,3-Zoll-Digitalsteuerbildschirm, zwei Sicherheitsnetze und einen Feuerlöscher.



Das Porsche 911 GT3R wird nächstes Jahr sein Wettkampfdebüt geben. Es kann von Kundengruppen ab 511.000 € (755.000 AU$) vor Steuern bestellt werden.

Alex Misogiannis

Alex Misogiannis schreibt seit 2017 über Autos, als er seine eigene Website Redline startete. Er hat 2018 zu Drive beigetragen, bevor er 2019 zu CarAdvice kam und 2020 regelmäßig als Journalist für das Nachrichtenteam tätig wurde. Autos haben in Alex‘ Leben eine zentrale Rolle gespielt, vom Durchblättern von Autozeitschriften als Jugendlicher bis hin zum Aufwachsen mit Hochleistungsfahrzeugen eine autobegeisterte Familie.

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